Startseite > Newsroom > Von der Trendanalyse zur Verkaufsstory

Von der Trendanalyse zur Verkaufsstory

Herzhaft statt süß, Toaster statt Waffeleisen: Mit der Käsewaffel in der Geschmacksrichtung Tomate & Basilikum und der vielseitig einsetzbaren Kartoffelwaffel hat das Team der Food Industry zwei Produktkonzepte entwickelt, die die Waffel neu interpretieren. Beide Produkte sind das Ergebnis eines strukturierten Innovationsansatzes, der Trends, Markt, Geschmack, Anwendung und Vermarktung ganzheitlich zusammendenkt.

Innovation entsteht bei der Fuchs Gruppe dabei nicht zufällig. Sie folgt einem achtstufigen Prozess – von der Analyse globaler Entwicklungen bis zur fertigen Verkaufsstory. „Innovation bedeutet für uns nicht nur komplett neue Produkte, sondern auch, Bestehendes sinnvoll weiterzuentwickeln“, erklärt Uwe Diekhoff, Leiter Marketing Industrie. Genau deshalb entsteht am Ende nicht nur eine einzelne Idee, sondern meist ein ganzer Strauß aus durchdachten Produktkonzepten – von besonders innovativ bis bewusst marktnah.

Am Anfang steht der Blick auf die großen Entwicklungen. Megatrends verändern sich in Zyklen von 25 bis 30 Jahren und beeinflussen Konsumverhalten, Lebensstil und damit auch unser Essverhalten. Darauf aufbauend analysiert das Team Foodtrends. Für die Entwicklung der Käse- und Kartoffelwaffel waren beispielsweise „Easy & Effortless“ sowie „Tradition Reinvented“ entscheidend: einfache, schnelle Zubereitung trifft auf die Neuinterpretation eines bekannten Produkts.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Doch die Trendanalyse allein reicht nicht aus. Entscheidend ist die enge Zusammenarbeit zwischen Entwicklung, Marketing und Vertrieb sowohl national als auch international – gestützt durch fundierte Marktdaten. Laut Innova ist die weltweite Anzahl an Waffel-Neuprodukten zwischen 2015 und 2025 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 7,4 % gestiegen. Gleichzeitig zeigen Daten von Tastewise, dass die Anzahl der Social-Media-Postings zum Thema „Waffel“ in Deutschland 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 22,1 % zugenommen hat. Ergänzend werden weitere interne Quellen einbezogen: Eine Mitarbeiterbefragung zur Kartoffelwaffel ergab, dass die meisten Befragten sie im Kühlregal des Handels oder außer Haus bereits fertig zubereitet kaufen würden. Verzehrt werden würde sie vor allem zuhause als Snack, aber auch bei Outdoorveranstaltungen, z.B. an Foodtrucks. Durch Zielmarktanalysen liefern wir unseren Kunden zusätzlich wertvolle Markteinblicke – bezogen auf einzelne Länder oder ganze Regionen. Dabei machen wir unterschiedliche Präferenzen sichtbar.

Im nächsten Schritt entwickelt das Team dann ein konkretes Geschmackskonzept. Bei der Käsewaffel wurde bewusst auf die klare Geschmacksrichtung Tomate & Basilikum gesetzt – eine Geschmacksrichtung, die in den vergangenen Jahren zunehmend in europäischen Neuprodukten an Bedeutung gewonnen hat (Innova, Durchschnittliche jährliche Wachstumsrate 2020-2025: 6%). Mithilfe der Foodpairing-Datenbank wird zudem geprüft, ob die Aromenprofile der einzelnen Zutaten zueinander passen. Stimmen diese überein, entstehen sogenannte Aromenbrücken, die geschmackliche Harmonie sichern. So wird überprüft, ob Zutaten nicht nur konzeptionell, sondern auch sensorisch überzeugen. Der Geschmack wird anschließend systematisch validiert. In internen Panels wurde die Kartoffelwaffel sehr positiv bewertet. Mithilfe eines sogenannten Spidergrams wird das sensorische Profil visualisiert – von Würze über Textur bis Mundgefühl und somit der Geschmack beschreibbar gemacht.  

Stehen Produkt und Geschmack, folgt ein entscheidender Moment im Innovationsprozess: die Entwicklung des Verpackungskonzepts. „Die Visualisierung der Verpackung ist häufig das erste Mal, dass ein Produkt greifbar wird“, so Uwe Diekhoff. Durch Mock-ups entsteht ein konkretes Bild für Regal und Anwendung. Die Gestaltung erfolgt konsequent zielgruppenorientiert – von Ansprache und Tonalität bis hin zu klaren, attraktiven Auslobungen, die gezielte Kaufanreize setzen. Bei der Kartoffelwaffel wird auf der Verpackung beispielsweise direkt die Anwendung als Burger-Bun gezeigt. So wird nicht nur ein Produkt präsentiert, sondern eine Inspiration geliefert. In die Gestaltung fließen Erfahrungen aus der Entwicklung von Retailprodukten und kreative Perspektiven von außen ein. 

Den Abschluss bildet die Kreation einer möglichen Verkaufsstory für unsere Kunden. Unter dem Leitgedanken „Waffel – mehr als nur ein Dessert“ werden die Waffeln in einen neuen Kontext gesetzt: herzhaft statt süß, Toaster statt Waffeleisen, Snack oder Burger-Bun statt Nachspeise. Die Verkaufsstory verbindet Anwendung, Positionierung und Mehrwert zu einem überzeugenden Gesamtbild. 

Der achtstufige Innovationsprozess der Fuchs Gruppe zeigt, dass erfolgreiche Produktentwicklung weit mehr ist als eine gute Idee. Erst das strategische Zusammenspiel von Trends, Know-how, Marktdaten, Sensorik, Verpackung und Story macht aus einer Produktidee ein marktfähiges Konzept.